Pressemitteilungen

Ludwigshafen/ Speyer, 03.04.2012
 
Mehr Sicherheit in ethischen Konfliktsituationen

Krankenhäuser in Ludwigshafen und Speyer gründen gemeinsames Ethikkomitee


Das Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen und das St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer haben ein gemeinsames Ethikkomitee gegründet. Gemeinsamer Träger beider Häuser ist die "Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern".  Am Montag fand die konstituierende Sitzung statt.

Vorsitzender des neuen Gremiums ist Dr. Jörg Breitmaier, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Guten Hirten, stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Wolfgang Schell, Assistent der Geschäftsführung für beide Krankenhäuser. Neben diesen beiden sind im Ethikkomitee viele verschiedene Berufsgruppen inklusive zwei Mitglieder der Krankenhausseelsorge aus beiden Häusern vertreten. Das Komitee ist hierarchieübergreifend besetzt, was dazu beitragen soll,  dass anstehende Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden können. Dies soll insbesondere das Team, das direkt und aktuell mit einem Fall befasst ist, entlasten und unterstützen. "Fragen von ethischer Relevanz stellen sich in einem Krankenhaus immer", weiß Dr. Jörg Breitmaier. Sie treten nicht nur an der Grenze des Lebens auf, wenn es etwa darum geht, ob lebenserhaltende Maßnahmen ergriffen werden, sondern in vielen Situationen. Er nennt als ein Beispiel den Konflikt zwischen dem Willen eines Patienten, etwa auf eine Entlassung aus der Klinik, und der Fürsorgepflicht eines Arztes, der die Entlassung nicht befürworten kann. Weitere Beispiele sind die Beratung von Angehörigen, wenn es darum geht, den mutmaßlichen Willen eines Patienten zu ermitteln, der sich selbst nicht äußern kann, oder die Frage von "Verteilungsgerechtigkeit", etwa bei der Entscheidung nach Dringlichkeit einer Behandlung oder einer aufwändigen Therapie. Der Gründung des Ethikkomitees sind zwei gemeinsame Ethiktage der Krankenhäuser vorausgegangen. Referentin war dabei Dr. Beate Herrmann. Die promovierte Philosophin ist Ethikberaterin am Universitätsklinikum Heidelberg und begleitet das neu gegründete Gremium zu Beginn. Ziel einer klinischen Ethikberatung ist ihrer Ansicht, dass ethische Problemlagen kompetent und lösungsorientiert bearbeitet werden können. Sie sieht Ethikberatung als eine wissenschaftliche Disziplin an, in der bestimmte Werte betrachtet und gegenüber gestellt werden und das Ergebnis mehr ist als "ein bestimmtes Bauchgefühl". Vorerst will sich das Komitee viermal jährlich treffen. Am Anfang der Arbeit wird stehen, Themen zu sammeln, oder für immer wiederkehrende Fragen Richtlinien zu entwickeln. Außerdem will das Komitee Fallbesprechungen vorbereiten, die es im Klinikalltag schon immer gab und auch weiterhin geben wird. Aber künftig können für solche Fallbesprechungen auch Moderatoren zur Seite gestellt werden, wenn das gewünscht ist. Auch die Fortbildung in ethischen Fragen wird eine Aufgabe des Ethikkomitees sein.

 

„Wichtiger Baustein in der medizinischen Versorgung“

Krankenhaus Zum Guten Hirten informiert beim Tag der Altersmedizin über Bewegung und Vitalität im Alter am 19.11.2011 in der VHS Ludwigshafen

Ludwigshafen (brid) „Die Art und Weise wie wir leben, hat einen großen Einfluss darauf, wie lange wir gesund bleiben“. Mit dieser Feststellung eröffnete Dr. Jörg Breitmeier, Ärztlicher Direktor im Krankenhaus Zum Guten Hirten, den neunten Ludwigshafener Tag der Altersmedizin. Er stellte in diesem Jahr das Thema „Bewegung und Vitalität im Alter“ in den Vordergrund. Achtsamkeit auf den eigenen Körper und auf seine Bedürfnisse könne man lernen, so der Mediziner weiter. Zunehmend sei es auch Aufgabe von Krankenhäusern, die Menschen mit Vorträgen, Workshops und praktischen Hilfestellungen darin zu unterstützen.
Auf den Tag der Altersmedizin und auf ein Krankenhaus, das eine hohe Kompetenz in der Geriatrie hat, könne Ludwigshafen stolz sein, betonte Bürgermeister van Vliet in seiner Eröffnungsansprache. Die Veranstaltung wertete er als „wichtigen Baustein in der medizinischen Versorgung“ in der Stadt. Zahlreiche Sportvereine beteiligten sich ebenfalls daran und so nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit zur Werbung. Denn inzwischen bieten fast alle Sportvereine der Stadt Senioren- oder Gesundheitssport an.
Die neue Chefärztin der Abteilung Geriatrie und Innere Medizin am Krankenhaus Zum Guten Hirten, Dr. Irene Lorenzini, erinnerte daran, dass angesichts steigender Lebenserwartung die Menschen dazu ermuntert werden müssen, frühzeitig anzufangen, ihre Vitalität zu bewahren oder zu steigern – „und Bewegung ist dabei ein wichtiger Baustein.“ Bewegung führe nicht nur zu mehr körperlicher, sondern auch zu mehr geistiger Fitness, erinnerte sie.
In zahlreichen Workshops und Vorträgen konnten sich die Besucher darüber informieren, wie sich Bewegung positiv auswirkt und welche Möglichkeiten der Bewegung es auch für ältere Menschen gibt. Verschiedene Abteilungen des Krankenhauses hatten sich viel Mühe gegeben, das Angebot nicht nur vielseitig, sondern auch ansprechend zu gestalten. So gab es Fahrräder, um die eigene Fitness zu testen und auszuprobieren, ob das Training darauf angenehm ist. Die Wirkung von basaler Stimulation wurde Interessierten deutlich bewiesen, die anschließend alle verblüffende Ergebnisse spürten. Ergotherapeuten hatten kleine „Experimentierstationen“ aufgebaut, an denen Themen wie Ankleiden, kreatives Gestalten und Ähnliches vorgestellt wurden. Wo noch Fragen blieben, standen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses zum persönlichen Gespräch bereit.
Die Küche des Hauses sorgte für ein reichhaltiges Büffet und zahlreiche Kooperationspartner – von Selbsthilfegruppen bis hin zu Sportvereinen und Krankenkassen – rundeten das Informationsangebot ab. Bereits während der offiziellen Eröffnung demonstrierte Gertrud Weber, wie viel Spaß Sitzgymnastik machen kann und wie man mit ein paar einfachen Übungen und mit guter Laune schon am Morgen fit für den Tag werden kann.

Die Rheinpfalz 17.12.2008:

Bettenzahl im "Guten Hirten" erhöht
Sozialministerium stimmt Antrag zu - Mehr Platz für psychisch Kranke - Auslastung zuletzt bei 120 Prozent
Der sommerliche Hilferuf von Chefarzt Dr. Jörg Breitmaier ist erhört worden: Das Sozialministerium hat dem Antrag des "Guten Hirten" auf Betten-Erhöhung in Psychiatrie und Psychttherapie zugestimmt.

Ab sofort stehen dort 74 stationäre und 24 teilstationäre Plätze zur Verfügung. Das sind, wie beantragt, 14 stationäre und vier teilstationäre Plätze mehr als bisher. "Die Abteilungen sind oft zu 120 Prozent ausgelastet. Wir sind trotz eines hoch motivierten Teams an der Grenze unserer Kapazitäten", hatte Breitmaier im Sommer unter anderem argumentiert (die Rheinpfalz berichtete am 14. August).Rein statistisch werde das Krankenhaus nun eine 100-Prozent-Belegung erreichen. Eine bauliche Veränderung werde die Erhöhung allerdings nicht sofort nach sich ziehen, erklärte Breitmaier gestern. "Hier muss noch Abhilfe geschaffen werden". Durch das Mehr an Betten erhöhe sich auch das Budget für das Krankenhaus an der Semmelweisstraße. Nun könne auch beim Personal aufgestockt werden, vor allem in der Pflege und bei den Ärzten.Wie berichtet, ist das Krankenhaus Zum Guten Hirten seit nunmehr neun Jahren zuständig für die stationäre Versorgung aller psychisch kranken Menschen aus Ludwigshafen. Wegen Voll- oder gar Überebelegung kann deshalb kein Patient abgewiesen werden. Das hatte in der Vergangenheit häufig dazu geführt, dass Stationen in Spitzenzeiten mit 30 statt der vorgesehenen 20 Patienten belegt werden musste.In mehr als 30 Prozent der Fälle habe die Einweisung etwas mit Intoxikation oder Sucht zu tun; die Zahl der chronisch psychischen Erkrankung sei konstant, aber die Hemmschwelle, im Krankenhaus Hilfe zu suchen, sei gesunken. Patienten werden auch teilstationär und ambulant betreut, es würden Bindungen aufgebaut, manche Kranke kämen täglich zum Essen und zur Medikamentengabe. Inzwischen suchten Betroffene auch von sich aus den "Hirten" auf, wenn sie merkten, dass sie alleine nicht zurecht kämen, informierte Klinik-Sprecherin Brigitte Deiters.

 

Die Rheinpfalz 14.08.2008:

Drangvolle Enge in Psychiatrie des 'Guten Hirten'

Die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie im Krankenhaus zum Guten Hirten platzt aus allen Nähten, ist nicht selten zu 120 Prozent ausgelastet. Deshalb hat die Klinik beim Mainzer Sozialministerium jetzt beantragt, die Anzahl der stationären Betten von 60 auf  74 und die der teilstationäen von 20 um vier zu erhöhen. Die Entscheidung steht noch aus. 'Wir rechnen uns aber gute Chancen aus', sagte Chefarzt Jörg Breitmaier gestern vor der Presse. Die drei Abteilungen der Klinik an der Oggersheimer Semmelweisstraße sind seit nunmehr neun Jahren zuständig für die stationäre Versorgung aller psychisch Kranken aus Ludwigshafen. Das heißt, das Krankenhaus kann weder einen Volltrunkenen noch einen Depressiven oder einen Menschen, dessen Schizophrenie wieder aufgebrochen ist und der beispielsweise gerade Gegenstände aus dem Fenster seiner Wohnung geworfen hat, wegen Voll- oder Überbelegung abweisen oder auf einen späteren Aufnahmetermin vertrösten. Die Folge: oft vier Betten in Zimmern, eigentlich für die Freizeit von Patienten vorgesehene Nischen mit Betten belegt, viel mehr Erkrankte bei den Angeboten wie Ergo- und Bewegungstherapie, Musik- oder Gesprächstherapie, viel mehr Patienten, die stets vie volle Aufmerksamkeit des Personals erfordern. 'Wir haben hier ein hochmoitiviertes Team, aber wir sind an der Grenze unserer Kapazitäten. Es muss etwas geschehen', sind sich Breitmaier und seine Kolleginnen aus Medizin und Pflege sicher. Allen ist aber klar: Mit der beantragten Aufstockung kann gerade einmal die Auslastung auf etwa 100 Prozent erreicht weden. Breitmaier: 'Aber dann werden wir von den Krankenkassen wenigstens für das, was wir tun, auch bezahlt und können mehr Personal einstellen.' Derzeit bekomme das Krankenhaus nur zehn Prozent der Kosten erstattet, sobald es die 'Planzahlen' von 100 Prozent überschreite. In der Psychiatrie des Guten Hirten sind im vergangenen Jahr 1539 Menschen stationär aufgenommen worden, teilstationär waren es 234. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 16 Tage. 'Auch das ist ein Vorteil der gemeindenahen Psychiatrie', sagte Breitmaier. Wo psychisch Kranke früher in einem Zentralkrankenhaus weit weg vom Heimatort oft bis zu einem Dreivierteljahr 'verschwunden' seien, kämen sie jetzt zwar manchmal mehrmals jährlich in den Guten Hirten, aber immer nur für ein paar Tage.

 

Mannheimer Morgen 14.08.2008:

Mehr Platz und Zeit für Patienten

Der Erfolg fordert seinen Tribut: Seit 1999 besteht im Krankenhaus 'Zum guten Hirten' die Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie - und der Bedarfs steigt. Auf den drei Stationen gibt es bislang 60 vollstationäre Betten und für die Tagesklinik stehen 20 teilstationäre Betten zur Verfügung. 'Wir brauchen mehr Kapazität. Wegen der immer höher werdenden Auslastung und Überbelegung, haben wir im Sommer beim Sozialministerium den Antrag auf Erhöhung von 14 vollstationären und vier teilstationären Betten gestellt. Erst bei Bewilligung wird uns die Überebelegung auch bezahlt', sagte Chefarzt Dr. Jörg Breitmaier bei der gestrigen Pressekonferenz. Danach könnten Verhandlungen mit den Krankenkassen für dringend benötigtes Personal beginnen. Diese Klinikabteilung ist für die ganze psychiatrische Krankenversorgung der Chemiestadt zuständige. 'Die stationäre Auslastung der Abteilung lag im verganenen Jahr mit 1773 Aufnahmen bei 113 Prozent', so Breitmaier. Im ersten Halbjahr dieses Jahres liege die stationäre Auslastung schon bei 121 Prozent. 'Dies ist eine für Patienten wie auch Mitarbeiter in hohem Maße belastende Situation', ergänzte Breitmaier. Wegen des politischen Auftrags der Vollversorgung könne die Klinik auch keine Kranken aus Ludwigshafen abweisen oder anderswo unterbringen, erklärte der Chefarzt. 'Die Patienten müssen leider oft zu viert im Zimmer liegen. Andere liegen dann im Aufenthaltsraum. Doch Flurbetten haben wir bisher vermeiden können', berichtete Stationsleitung Birgit Grossmann. Bei gleich bleibender Personalzahl müssen die Ärzte und Schwestern in jeder Station statt 20 über 30 Menschen im Blick haben und individuell auf die Kranken eingehen. 'Die Patienten haben weniger Rückzugsmöglichkeiten und sind emotional belastet. Alles ist viel dichter und all' diese Patienten suchen die Nähe zu den Betreuenden', ergänzte Dr. Anne Karow. Dank der motivierten und flexiblen Mitarbeiter werde trotzdem gute Arbeit geleistet, das belege die durchschnittliche stationäre Verweildauer von 16 Tagen, so Breitmaier. Das Krankenhaus Zum Guten Hirten verfügt auch über die Abteilung Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Altersmedizin. Träger ist die Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern mit Sitz in Esthal/Pfalz.

 

Mannheimer Morgen vom 02.07.2007:

Sommerfest im Park 2007
Schnittstelle für Geist und Körper

Einen erholsamen Tag beim Sommerfest im Park des Krankenhauses Zum Guten Hirten erlebten zahlreiche Patienten, Angehörige, Freunde, Nachbarn und Mitarbeiter. 'Zur Gesundheit gehören auch Kontakte und die Pflege von Beziehungen. Bei einem Fest kann man auch in eine Krankenhaus Vertrauen gewinnen', sagte der Ärztliche Direktor Dr. Jörg Breitmaier dieser Zeitung. Der Park duftete nach Würstchen, Steaks und anderen Leckereien wie Waffeln und Kuchen. Die gute Laune in der entpsannten Atmosphäre des schönen Parks war sichtlich zu spüren. Für musikalische Leckerbissen sorgten die Bigband und die Bad 'Jazz Attack' von der städtischen Musikschule, Obi Buckmann an den Steel Drums und die 'Mojo Soundz Band' mit Hip-Hop. Das weitläufige Gelände mit vielen Eichen, Blumen, Steinbrunnen, Heckenlabyrinth, Grillplatz und einer kleinen Sportanlage dient den Patienten als schöne Rückzugsmöglichkeit. Doch beim Sommerfest gab es viel zu erleben. Neben der Aufführung des orientalischen Tanzes gab es einen Jonglierworkshop für Jung und Alt. Ein Kleider- und Bücherbasar lud zum Stöbern ein. Kunstobjekte und der Stand 'Kraut und Duft' entführten sogar in die Provence. Für Spannung sorgte die Tombola. Sportlich ging es beim dritten Volleyballturnier befreundeter Einrichtungen und Kliniken um den Wanderpokal. 'Guter-Hirten-Cup' zu, den die Pfalzkliniken Klingenmünster erfolgreich verteidigen konnten. 'Dieses Parkfest ist eine besondere Gelegenheit zur Begegnung. Da die psychischen Belastungen immer mehr zunehmen, ist dieses Krankenhaus mit der Besonderheit von Psychiatrie und Innerer Medizin als Schnittstelle für unsere älteren Mitbürger von großer Bedeutung', sagte Bundestagsabgeordnete Doris Barnett dem 'MM'. 'Das Krankenhaus hat seit 1999 für Ludwigshafen den Versorgungsauftrag der wohnortnahmen Psychiatrie, um den Patienten und Angehörigen den langen Weg zu den Pfalzkliniken nach Klingenmünster zu ersparen', sagte Dr. Jörg Breitmaier, der auch Chefarzt der Psychiatrie ist. Das Krankenhaus hat 140 Behandlungsplätze. Für die psychiatrische Abteilung stehen 60 Betten und für die psychiatrische Tagesklinik stehen 20 Plätze zur Verfügung. Seit 2004 gibt es eine internistische Abteilung mit dem Schwerpunkt Altersmedizin mit 60 Betten, davon sechs Intensivbetten.

 

Der Oggersheimer vom 09.07.2008:

Sommerfest im Park 2008
Viel Unterhaltung und reich gedeckte Tafel
Frohe Stunden beim 'Guten Hirten'

Fröhliche und unterhaltsame Stunden erlebten Patienten, Angehörige, Nachbarn und Mitarbeiter beim Sommerfest des Krankenhauses 'Zum Guten Hirten'. Zu Beginn begeisterte die Bigband der Polizei 'Bluelight' das Puplikum. Viel Beifall erhielt auch das vierköfpige Vokalensemble, das sich aus Psychologen und Ärzten zusammensetzt, ebenso die Band 'Riffifi'. Weiter gehörten ein orientalischer Tanz, eine Lesung mit Szenen, ein Jonglier-Workshop für Jung und Alt, das vierte Volleyballturnier befreundeter Einrichtungen um den 'Guten Hirten Cup' zum Programm. Hinzu kamen Angebote 'Rund ums Papier', eine Tombola, ein Stand mit Kunstobjekten sowie ein großer Kleider- und Bücherflohmarkt. Die Klnikumküche bot eine reiche Auswahl zum Mittagessen und zum Kaffee an, Mitarbeiter des Sozialdienstes mixten alkoholfreie Coctails. Ein Team der Tagesklinik backte frische Waffeln. Der Gesamterlös des Sommerfestes kommt wie immer bedürften Patienten zu Gute. Menschen, die mit Psyhcosen zu kämpfen haben, haben oft auch finanzielle Prboleme.
Das Krankenhaus mit den beiden Schwerpunkten Altersmedizin sowie Psychiatrie und Psychotherapie reduziert seine Angebote nicht auf die Zeit des Klinikaufenthaltes. Besonders im Bereich von Psychiatrie und Psychotherapie zeigt sich das bei zwei weiteren Angeboten - dem Freitagsclub und dem Psychoseseminar, bei dem monatlich Psychose-Erfahrene, Angehörige, professionell Aktive und Interessierte eingeladen sind, auf Augenhöhe zu kommunizieren.

 

Mannheimer Morgen 22.11.2006:

Preise für Psychiatrieprojekte

Mit einer Sonderzahlung von jeweils 200 Euro sind drei Ludwigshafener Projekte im Wettbewerb 'Best Practice 2006' des Vereins zur Unterstützung Gemeindenahe Psychiatrie in Rheinland-Pfalz geehrt worden: Das Projekt 'Ausgelagerte Wohnheimplätze' der Caritaseinrichtung St. Johannes für die Einrichtung von 12 dezentralen Wohnheimplätzen, die Inititative 'Woche der seelischen Gesundheit' und das Krankenhaus Zum Guten Hirten für seinen 'Freitagsclub'. Dieses Angebot gibt es seit 2004 für ehemalige und aktuelle Patienten sowie Angehörige mit verschiedenen Veranstaltungen.

Mannheimer Morgen vom 11.02.2005:

Am Menschen orientieren
Doppeljubiläum in Psychiatrie - Anlass zu einer Fachtagung

Das fünfjährige Bestehen der Abteilungspsychiatrie im Krankenhaus Zum Guten Hirten und der zehnte Jahrestag der Psychiatriereform in Rheinland-Pfalz waren Anlass einer Fachtagung im Heinrich Pesch Haus. Eine umfassende Zusammenschau sollte neben einem Rückblick zugleich auch Perspektiven der Psychiatrie in der Region aufzeigen. Vor knapp 200 Tagungsteilnehmern stelle Oberbürgermeisterin Dr. Eva Lohse in ihrem Grußwort die Bedeutung einer wohnortnahen Versorgung der Patienten heraus. 'Im Mittelpunkt steht der Mensch', formuliere Lohse und zielte damit auf den Wchsel von einer ursprünglich Institutionen zentrierten Perspektive hin zu einem personenorientierten Ansat ab. Als weiteren Meilenstein auf diesem Weg bezeichnete die Oberbürgermeisterin die für dieses Jahr geplante Abteilung für Kinder- und Jugenpsychiatrie im Krankenhaus St. Annastift.

Auch die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Malu Dreyer begrüßte die mit der Reform der rheinland-pfälzischen Psychiatrie im Jahr 1995 in die Wege geleitete Dezentralisierung der psychiatrischen Versorgung. Allerdings hatte die Verlagerung des Angebotes auf zahlreiche dezentrale Standorte zugleich auch einen Abbau der Betten in den ursprümglich drei zentralen Fachkliniken des Landes zur Folge. Besonders erfreulich sei aber, dass im Zuge dieser Maßnahmen auch ein offeneer Umgang der Bevölkerung mit psychisch Kranken zu beobachten sei. Patienten mit den Krankheitsbilder Depression und Demenz seien medizinisch noch unterversorgt. Handlungsbedaf bestehe hier bei entsprechenden Qualifikationen der Hausärzte ebenso wie bei der Entwicklung neuer Versorgungs- und Wohnkonzepte.

Sozialdezernent Wolfgang van Vliet stellte die Struktur der gemeindeintegrierten Psychiatrie in der Versorgungsregion der Stadt vor und hob dabei besonders die gelungene Kooperation zwischen der psychiatrischen Fachabteilung im 'Guten Hirten' und der Stadtverwaltung hervor. 'Diese Zusammenarbeit kann man sich nicht besser vorstellen'.

Aus Sicht der Kostenträger fügte Ingbert Müller hinzu, dass der Ausbau psychiatrischer Abteilungen in allgemeinen Krankenhäusern zwar einerseits Zugangsschwellen verringert habe. Der daraus resultierende Anstieg von Patientenzehalen habe zunächst zu höheren Kosten geführt. Gleichzeitig sei durch die Reform aber auch ein Rückgang der Verweildauer erzielt worden, der den Kostenanstieg überkompensieren konnte. 'Wir sind auf dem richtigen Weg, die Vesorgung der Kranken zu deren Wohl zu verbessern', schloss er sich dem positiven Tenor der Vorredner an.

Auf den Alltag seiner Patienten zielten die Ausführungen von Dr. Jörg Breitmaier, Chefarzt der psychiatrischen Abteilung im 'Guten Hirten' ab. anhand zahlreicher Fallbeispiele erläuterte Breitmaier die Schwierigikeiten der Behandlung von sogenannten Drehtür-Patienten. Diese seien innerhalb der letzten fünf Jahre zwar eine verschwindend kleine Gruppe der 1800 Patienten gewesen, doch nahmen diese durch häufige Aufenthalte oder lange Verweildauern die Leistungen des Klinikpersonals in besonderem Maße in Anspruch.

Die Funktion einer Klinik über die rein medizinische Behandlung hinaus hob eine Mutter dreier psychisch kranker Kinder hervor: 'Oft verschließen sich Betroffene gegenüber ihren Familien und können Menschlichkeit und Wärme dann vor allem über ihr Verhältnis zum medizinischen Personal beziehen.'

 

 

Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen © 2011