Pressemitteilungen

 

Ergotherapie: Beim Waffelbacken Fähigkeiten stärken

Ein verlockender Duft zieht über den Flur von Station 1 a/b. Er lockt Pflegekräfte und Ärzte an, vereinzelt auch Besucher. Es ist der Duft nach Waffeln. Patientinnen und Patienten der Klinik für Geriatrie und Innere Medizin backen sie. Das Angebot ist Bestandteil der Ergotherapie und wird geleitet von Johanna Köhler.

Freitags ist Waffeltag. Da wird der Teig gemeinsam zubereitet, die Waffeln gebacken, eine Geschichte gelesen, und gemeinsam das noch warme Gebäck mit Genuss verzehrt. Und ganz nebenbei trainieren die Patientinnen und Patienten jede Menge Fähigkeiten und Fertigkeiten, Ausdauer und Kraft.

Los geht’s mit dem Aufschlagen der Eier – das erfordert Feinmotorik, weiß Ergotherapeutin Köhler. Einige der Patienten fordert sie auf, mit dem Handrührgerät den Teig zu schlagen. Dafür müssen sie aus dem Rollstuhl aufstehen, frei stehen – für viele ungewohnt und anstrengend; manche möchten das eigentlich gar nicht machen und tun es trotzdem „für die Waffeln“. Jede(r) Einzelne backt seine Waffeln selbst. Johanna Köhler hilft ihnen mit dem Rollstuhl oder dem Rollator bis an die Arbeitsfläche. Dann heißt es aufstehen, Schürze im Rücken selbst binden, den Teig mit der Kelle einfügen und im Stehen aushalten, bis die Waffel die gewünschte Bräune hat. Nichts Besonderes – und doch für viele eine Leistung.

Die anderen Patienten nutzen die Zeit, um sich zu unterhalten. Warum sind sie im Krankenhaus, wie lange schon, wie kommen sie wohl nach der Entlassung zurecht? Eine Patientin hat sich bereit erklärt, eine lustige Geschichte vorzulesen. Eine andere kommt verspätet, sie hatte eigentlich keinen Antrieb – und ist jetzt doch froh, dass sie das Zimmer verlassen hat und ein wenig in Gesellschaft kommt.

Und als alle Waffeln gebacken sind, kommen auch die Mitarbeitenden in den Genuss des frischen Backwerks. Montags gibt es als Teil der Ergotherapie eine Kochgruppe, dienstags eine Aktivierungsgruppe für das Gedächtnis. „Dabei werden Erinnerungen aufgefrischt, wir regen die Sinne an, oder Schwester Waltraud kommt mit der Gitarre und singt mit den Patienten alte Volkslieder. Da öffnen sich die allermeisten Patienten, auch die, die sonst zurückhaltend sind“, freut sich Johanna Köhler.

Es ist immer wieder faszinierend und ein Erfolgserlebnis für sie, wenn durch solche Angebote die noch vorhandenen Fähigkeiten der Patienten deutlich zu Tage treten und so auch gefördert werden können.

 

 

Adventsandacht im Freitagsclub: „Geht ein Leuchten durch die Zeit“

„Geht ein Leuchten durch die Zeit.“ So hat Klinikseelsorgerin Margarita Kirsch ihre Adventsstunde beim Freitagsclub im Krankenhaus Zum Guten Hirten überschrieben. Mit einem Bodenbild machte sie sichtbar, was schon immer zum Advent gehört, und welche Bedeutung das im Leben haben könnte.

In der Mitte stand anfangs nur eine Laterne. „Wege, die wir gehen“, wurden dann mit braunen Tüchern in Sternform symbolisiert – Wege in die Geschäfte für Besorgungen, zu Anderen, zu uns selbst, zu Gott. Teelichte, die die Seelsorgerin dann entzündete, standen symbolisch für Anerkennung, Aufmunterung, Verzeihen, Freude und Ermutigung. Sie gehören zum Advent, „weil wir glauben, dass Gott das so begonnen hat.“

Wenn es im Winter draußen dunkel, kalt und freudlos ist, holen sich die Menschen Tannenzweige ins Haus, die auch im Winter grün sind und so die Hoffnung vermitteln, dass es nach dem Winter auch wieder hell und warm wird. Und das alles schmücken die Menschen mit Tannenzapfen, die jetzt noch geschlossen sind, sich in der Wärme der Häuser aber öffnen und ihre Früchte freigeben; geschmückt wird mit Äpfeln  als Sinnbild für alles Gute, was das Leben hervorbringt, und mit goldenen Kugeln, die sinnbildlich sind für Glanz, Reichtum und Kostbarkeit. „Jetzt beginnt eine goldene Zeit“, so schloss Margarita Kirsch.

Die Andacht überforderte keinen der Anwesenden. Sie bot die Gelegenheit, Ruhe zu finden und sich auf Weihnachten einzustimmen. Auch das ist möglich im Freitagsclub, der immer in der Zeit von 14 bis 15 Uhr in der Aula des Krankenhauses Zum Guten Hirten stattfindet.

 

Seligsprechung Mutter Alfons Maria Eppinger 09.09.2018

„Ich bin ganz ergriffen.“ Das war die erste Reaktion von Sr. Waltraud, Klinikseelsorgerin im Ludwigshafener Krankenhaus Zum Guten Hirten. Und Sr. Albertis, Oberin der Schwesterngemeinschaft dort, sagt voller Stolz: „Und das in Straßburg, der Stadt mit dem Sitz des Europaparlaments!“

Gerade war eine mehr als dreistündige Feier zu Ende gegangen, in deren Verlauf Mutter Alfons Maria (Elisabeth) Eppinger, die Gründerin der Kongregation der Schwestern des Göttlichen Erlösers (Niederbronner Schwestern) selig gesprochen wurde.

Lange haben sich die drei aus der Gründung durch Mutter Alfons Maria hervorgegangenen Kongregationen weltweit auf dieses Ereignis vorbereitet, am Sonntag, 09.09.2018, war es dann endlich soweit: Aus Rom reiste Kardinal Giovanni Angelo Becciu an. Er ist Präfekt der Kongregation für die Selig- und Heiligsprechungsprozesse und Gesandter von Papst Franziskus. In einem sehr feierlichen und dennoch schlichten Gottesdienst verlas er das Apostolische Schreiben, mit dem der Papst Mutter Alfons Maria in die Liste der Seligen eingeschrieben hat.

Am Morgen waren Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus den Krankenhäusern Zum Guten Hirten in Ludwigshafen und Sankt Vincentius in Speyer mit einem Bus nach Straßburg aufgebrochen. Bei ihnen waren auch Schwestern aus dem Kloster Esthal und aus Neustadt. Die knapp 60 Personen – hinzu kamen einige in Privatautos – hatten aber bei weitem nicht den weitesten Weg: Ordensschwestern reisten aus allen Provinzen der weltweit vertretenden Kongregationen an. Demzufolge wurde auch der Gottesdienst in vielen verschiedenen Sprachen gefeiert. Dabei brachten auch Schwestern aus Angola das Evangeliar, und Schwestern aus Indien gestalteten die Eucharistie mit Anbetungsgesten und Gesang aus ihrer Heimat. Für Sr. Beata Maria, Oberin der Schwesterngemeinschaft im Sankt Vincentius Krankenhaus in Speyer, war es besonders schön, „dass an einigen Stellen die einzelnen Generaloberinnen der Kongregationen, die aus der ursprünglichen Kongregation hervorgegangene sind, ihren Teil am Gottesdienst beitragen konnten.“

Lange vor dem Gottesdienst wurden die rund 1400 Besucher der Straßburger Kathedrale in Gebetszeiten auf das Kommende eingestimmt. Weitere zahlreiche Besucher der Stadt verfolgten den Gottesdienst im Freien. Während der Gebetszeiten  lasen Lektoren Texte der Seligen. Darin ging es ihr um die Liebe zu Jesus, um die Sehnsucht nach Gott,  um ihren Auftrag an die Schwestern, die ihr nachfolgten, und um die Rolle der Priester und deren Liebe zu Gott.

Die Texte machten deutlich, was für Mutter Alfons Maria wesentlich im Leben war. Und die daran anschließenden Gebete zeigten, wie aktuell ihre Anliegen auch noch in der heutigen Zeit sind.  

Die Selige wurde im Rahmen der Feier noch einmal vorgestellt. Das Kind einfacher Menschen, das als erstes von elf Geschwistern in Bad Niederbronn, einem kleinen Städtchen im Elsass geboren wurde, war schon früh an allem interessiert, was mit Religion und Glauben zu tun hatte. Sie konnte kaum lesen und noch weniger schreiben, oft kränkelte sie. In der letzten von drei schlimmen Krankheitsphasen erlebte sie eine intensive mystische Phase. 1849, im Alter von 35 Jahren, wurde ihr klar, dass sie eine Kongregation gründen möchte; 1850 setzte sie dieses Vorhaben in die Tat um. Schnell folgten ihr Frauen nach, die wie sie – in der Nachfolge Jesu und Marias – die Kranken pflegen und „auf alle menschlichen Notsituationen eingehen“ wollen, den Sterbenden beistehen und dies ohne Unterschied der Religion.

Direkt nach der Eröffnung des Gottesdienstes, an dem zahlreiche Bischöfe und Priester teilnahmen, verlas der päpstliche Gesandte die entsprechende Urkunde der Seligsprechung. Darin heißt es unter anderem: „Alfons Maria Eppinger … hat im Leiden schweigend und betend Zeugnis gegeben von der Liebe Gottes, vor allem zu denen, die an Leib und Seele krank waren.“ Auch die Diözese Speyer war vertreten durch Generalvikar Andreas Jung und Pfarrer Michael Janson.

Unter langem Beifall wurde in der Kathedrale ein riesiges neues Portrait von Mutter Alfons Maria enthüllt. Und 1300 Gläubige sangen laut eine Hymne zur Ehre der Seligen.

In seiner Ansprache ehrte Kardinal Giovanni Angelo Becciu Mutter Alfons Maria als „bemerkenswerte Frau“. Er nannte sie eine „Missionarin der Nächstenliebe“, die Tag und Nacht für die Menschen da war. Sie habe gesehen, was in ihrer Zeit notwendig war, und das werde auch in der heutigen Zeit von denen erwartet, „die wir uns Christen nennen.“

„Die Seligsprechung ist ein Aufbruch auch für mich“, hatte Sr. Waltraud im Vorfeld gesagt. Und Sr. Albertis empfindet es als eine Würdigung, „dass wir unsere Stifterin jetzt als Fürsprecherin anrufen können.“

Auch Sr. Beata Maria  hat diesen Tag „als großes Geschenk“ empfunden, der ihr persönlich sehr gut getan habe. „Und natürlich ist diese Seligsprechung auch eine Gebetserhörung, denn wir Schwestern haben jahrelang dafür gebetet.“ Der Gottesdienst war für alle Mitfeiernden ein großes Erlebnis. „Vor allen Dingen hat mich tief beeindruckt, dass aus allen Ecken der Welt so viele verschiedene Schwestern kamen“, so Sr. Beata Maria weiter. Mit dabei waren auch die Weggemeinschaften, Freunde und MitarbeiterInnen aus den Einrichtungen, in denen die Schwestern noch tätig sind. „Sie alle persönlich zu erleben und in Kontakt zu kommen, war ein einmaliges Erlebnis.“

Dieses Erlebnis wurde im Anschluss an den Gottesdienst noch vertieft. Da trafen sich alle Mitfeiernden zum gemeinsamen Essen, Austauschen und Kennenlernen, bevor sich die Ordensschwestern auf ihren zum Teil sehr langen Rückweg machten.

 

Am 1. Oktober startet die Schule für Physiotherapie.

Ausbildung und Studium in einem Beruf mit sehr guten Aussichten

 

Der Countdown läuft: Am 1. Oktober öffnet die neue Schule für Physiotherapie der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern in Speyer ihre Pforten. Dann startet die dreijährige Ausbildung zum Physiotherapeuten (m/w) oder das Studium im dualen, ausbildungsintegrierenden Bachelor-Studiengang Physiotherapie.

 

„Alle 25 Plätze sind vergeben“, freut sich Markus Weber, der Leiter der Schule. Seit April hat er seinen Arbeitsplatz im Sankt Vincentius Krankenhaus, da die Schule in den letzten Monaten umgebaut wurde. Jetzt fiebert er dem Schulstart entgegen, denn auch sein Team steht: Neben ihm gibt es mit Katharina Deutsch, Christoph Orth und Jörg Weidel drei weitere Physiotherapeuten mit langjähriger Lehr- und Praxiserfahrung und mit Karin Weber eine Sekretärin für alles Organisatorische.

 

Der Einzugsbereich der neuen Auszubildenden ist groß: Sie kommen unter anderem aus Ludwigshafen, Landau, Neustadt und auch von der anderen Rheinseite. „Sie sind hoch motiviert“, ist sich  Weber sicher, der mit allen Bewerbern – die Bewerberzahl hat die Zahl der Ausbildungsplätze um ein Mehrfaches überstiegen – Gespräche geführt hat. „Auf sie wartet eine fundierte und sehr anspruchsvolle Ausbildung“, sagt der künftige Schulleiter. Und: Die künftige Tätigkeit erfordere ein großes Maß an Fachwissen über den gesamtem Bewegungsapparat und die Arbeit mit Menschen in Kombination mit einer hohen Sozialkompetenz. „Die Auszubildenden erlernen einen Beruf mit sehr guten Aussichten“, verspricht er.

 

Das Erdgeschoss im Wohnheim St. Hildegard in der Gerhart-Hauptmann-Straße 3 ist für die Schule umgebaut worden. Letzte Arbeiten laufen noch. Entstanden sind drei Klassenräume, ein schöner Aufenthaltsbereich für die künftigen Schülerinnen und Schüler sowie die Verwaltungsräume.

Die Klassensäle sind ausgestattet mit höhenverstellbaren Behandlungsliegen, die die Auszubildenden sowohl für praktische Übungen als auch als „Schreibtisch“ nutzen können, erzählt Weber. Derzeit ist er unter anderem damit beschäftigt, Bereiche der Unterrichtsmaterialen auf den neuesten Stand zu bringen: „Wir sind ganz weg von Papier und Fachbüchern“, kündigt er an. Stattdessen sind alle Unterlagen, Patientenbeispiele und Skripte auf einer digitalen Arbeitsplattform zu finden. „Das ist ein echter Vorteil: Nicht nur, dass die Schule kein Schulgeld erhebt, die Auszubildenden haben auch keine zusätzlichen Kosten durch teure Lehrmaterialien.“

 

Im ersten Jahr werden sie ganztägig in der Schule sein, wobei der Unterricht viel Abwechslung zwischen Theorie und Praxis bieten wird. Im zweiten und dritten Ausbildungsjahr sind die Schüler vormittags in der praktischen Ausbildungsstätte und nachmittags in der Schule – beziehungsweise umgekehrt.

Die Praxiseinsätze werden vorrangig im Sankt Vincentius Krankenhaus in Speyer oder im Krankenhaus Zum Guten Hirten in Ludwigshafen stattfinden; aber es gibt weitere Kooperationspartner – zumal die Schüler alle Fachbereiche während ihrer dreijährigen Ausbildung kennenlernen werden.

Jetzt, kurz vor der Eröffnung, freut sich Weber mit seinem Team, dass es endlich losgeht: „Ich freue mich auf die Auszubildenden und auf das Unterrichten“, sagt er. Aber: „Es ist auch eine reizvolle Aufgabe und macht viel Spaß, so eine Schule ganz neu aufzubauen.“

 

 

Das neue Team der Schule für Physiotherapie steht fest: Karin Weber, Christoph Orth, Katharina Deutsch, Jörg Weidel und Schulleiter Markus Weber (v.l.n.r.)

 

 

 

 

 

"Viel gelernt – und jetzt haben wir viel Verantwortung“

Abschluss nach drei Jahren: 20 neue Gesundheits- und Krankenpfleger

20 Schülerinnen und Schüler der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern haben jetzt ihr Schulzeugnis erhalten. Die 17 Frauen und drei Männer sind nun ausgebildete Gesundheits- und Krankenpfleger/innen.

Unter ihnen sind Mimoza Vojvoda und Elena Wagner. Sie sind erleichtert, dass die drei Ausbildungsjahre nun hinter ihnen liegen, und freuen sich auf neue Herausforderungen: Die 24jährige Vojvoda wird künftig auf der Intensivstation im Sankt Vincentius Krankenhaus Speyer eingesetzt, Wagner in der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Krankenhaus Zum Guten Hirten in Ludwigshafen.

Für Elena Wagner bestand eine erste Herausforderung darin, dass sie während der Ausbildung ein kleines Kind zu versorgen hatte. Martina Wohninsland, die die Schule gemeinsam mit Carmen Ullmer leitet, kennt ihre Situation und hat großen Respekt vor der Leistung der Mutter.

„Vor allem die ersten sechs Monate waren hart“, erinnern sich Wagner und Vojvoda. Von Anfang an wurden Klausuren geschrieben und Leistungen erwartet. „Wir haben viel gelernt, aber wir haben jetzt auch eine große Verantwortung“, wissen sie. In den Prüfungen, die die Ausbildung beendeten, wurde alles abgefragt, was sie in den vergangenen drei Jahren gelernt haben: „Ausruhen und abhaken von bestimmten Inhalten ist nicht möglich“; betont Carmen Ullmer.

Unterstützt wurden die Schülerinnen und Schüler von Lehrkräften, die den Lehrstoff praxisnah vermitteln. Da gab es viele Inhalte, die geübt werden mussten, aber auch Themen, die sich zum Diskutieren eignen und auf die künftige Arbeit vorbereiten. Praxisanleiter begleiteten sie auf den Stationen, blickten ihnen über die Schulter und gaben wertvolle Tipps und Verbesserungsvorschläge. Und das gute Klima im Kurs half. Das wird auch durch drei gemeinsam verbrachte Tage im Kloster Esthal gestärkt. Inhalte dieser Seminartage sind beispielsweise Stressbewältigung, ein guter Umgang miteinander sowie andere psychische und soziale Themen.

Mimoza Vojvoda hat den Weg in diesen Beruf durch ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Klinik für Innere Medizin und Altersmedizin im Krankenhaus  Zum Guten Hirten gefunden. „Ich durfte von Anfang an mithelfen und habe gesehen, dass der Beruf vielfältig ist, dass er zwar nicht immer einfach ist, man aber von den Menschen viel zurückbekommt“.

Elena Wagner hat in ihrer Heimat Russland ein Jurastudium abgeschlossen. In Deutschland wird dieser Abschluss nicht anerkannt, „aber immer ungelernt arbeiten wollte ich auch nicht.“ Sie wollte im Beruf Kontakt zu Menschen haben, und da sie Leute kennt, die in der Krankenpflege arbeiten, hat sie sich nach einem Praktikum für diese Ausbildung entschieden.

„Der Beruf liegt nicht jedem“, räumen die Schulleiterinnen Wohninsland und Ullmer ein. Man brauche Interesse, Motivation – und Durchhaltevermögen. Auch Leistungsbereitschaft sei notwendig, „denn die Theorie ist schon sehr anspruchsvoll, und der Alltag später auch.“ Ihre Erfahrung ist: „Wer diese Voraussetzungen mitbringt, wird viel Freude am Beruf haben. Und die jungen Menschen wachsen ja auch hinein.“

Von den vielen Stationen, die die Krankenpflegeschüler durchlaufen, hat Elena Wagner die Psychiatrie in Ludwigshafen am besten gefallen. „Ich habe gemerkt, dass es hier darauf ankommt, viel mit den Patienten zu sprechen, und auf die richtige Mischung aus Distanz und Nähe. Auch die gute Zusammenarbeit im Team hat mir hier sehr gut gefallen“, erklärt sie ihre Entscheidung, künftig hier arbeiten zu wollen.

Mimoza Vojvoda hat die Herausforderungen auf der Intensivstation gereizt: „Die Patienten brauchen mehr Pflege, es entsteht ein ganz enger Kontakt, und das gefällt mir gut.“

Das Ende der Ausbildung wurde mit einem Wortgottesdienst und anschließender Übergabe von Urkunde und Geschenken in der Aula des Sankt Vincentius Krankenhauses gefeiert.

Bernhard Fischer, Verwaltungsdirektor im Sankt Vincentius Krankenhaus und Mark Lemberger, Verwaltungsdirektor im Krankenhaus Zum Guten Hirten freuen sich nicht nur über den Erfolg der examinierten Gesundheits- und Krankenpfleger, sondern auch über die zahlreichen neuen Kollegen, die den Häusern treu bleiben. 12 Auszubildende werden künftig im Sankt Vincentius Krankenhaus arbeiten, 2 im Krankenhaus Zum Guten Hirten.

Absloventen 2018

Ulyana Adolf, Marie Albrecht, Christoph Amend, Corinna Ballreich, Fabian Beer, Fabienne Bischoff, Tanja Fezer, Tobias Flöh, Diana Heyer, Céline Jantzer, Janina Karpenko, Anne Löffler, Nilüfer Naumann, Nadja Novoleinikova, Paula Rech, Sandra Rohloff, Diana Schütz, Mimoza Vojvoda, Elena Wagner, Lena Wittmann

 

Blicken auf drei abwechslungsreiche Ausbildungsjahre zurück (v.l.n.r.): Mimoza Vojvoda und Elena Wagner mit Schulleiterin Carmen Ullmer

Haben ihr Examen in der Tasche: 20 „frischgebackene“ Gesundheits- und Krankenpfleger mit Dr. Wolfgang Schell, Geschäftsführer der Krankenhaus-Stiftung der Niederbronner Schwestern, Bernhard Fischer, Verwaltungsdirektor des Sankt Vincentius Krankenhauses und den Leiterinnen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Speyer; Carmen Ullmer und Martina Wohninsland

 

 

Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Brigitte Deiters

Semmelweisstr. 7, 67071 Ludwigshafen

Telefon (0621) 6819-209

Mail: presse@guterhirte-ludwigshafen.eu

 

Mitarbeiter im Guten Hirten protestieren gegen Krankenhausreform

Auch das Krankenhaus Zum Guten Hirten beteiligte sich an den bundesweitenProtesten gegen die geplante Krankenhausreform, getragen unter anderem von der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Rund 80 Mitarbeiter verschafften sich in einer „aktiven Mitarbeiterpause“ Luft. Sie ließen grüne Luftballons steigen mit roten Karten daran, die ihren Protest ausdrückten. „Mit dem richtigen Wind sind die Ballons direkt Richtung Berlin geflogen“, freut sich Geschäftsführer Rolf Voßhoff.
„Luftnummer Krankenhausreform“ – „Wir gehen vor Ärger in die Luft“ – „Uns fehlt die Luft zum Atmen“ – das stand auf den Plakaten, die die Mitarbeiter in die Höhe hielten. Mit großer Zustimmung quittierten sie die Argumente, die Voßhoff gegen die geplante Gesundheitsreform nannte. Seit Jahren gebe es für die Krankenhäuser keinen Tarifausgleich für die steigenden Personalkosten; hinzu komme nun das geplante Pflegeförderprogramm, das zusätzliche Personalstellen für eine Verbesserung der Pflege „am Bett“ erfordere, für die aber wiederum die Krankenhäuser mit Eigenanteilen aufzukommen haben. Kein Krankenhaus könne sich das auf Dauer leisten, und die Folgen hätten alle Betroffenen zu tragen, so Voßhoff vor den Mitarbeitern.
„Bei diesen Protesten ziehen alle an einem Strang“, betont er: alle Berufsgruppen, die Krankenhausträger und die Patienten.“

Mannheimer Morgen 17.12.2014

Die Rheinpfalz 10.12.2014

Kath. Stadtdekanat Ludwigshafen - Regionalseiten 12. - 18.10.2014

Ludwigshafen/ Speyer, 03.04.2012
 
Mehr Sicherheit in ethischen Konfliktsituationen

Krankenhäuser in Ludwigshafen und Speyer gründen gemeinsames Ethikkomitee


Das Krankenhaus Zum Guten Hirten Ludwigshafen und das St.-Vincentius-Krankenhaus Speyer haben ein gemeinsames Ethikkomitee gegründet. Gemeinsamer Träger beider Häuser ist die "Krankenhausstiftung der Niederbronner Schwestern".  Am Montag fand die konstituierende Sitzung statt.

Vorsitzender des neuen Gremiums ist Dr. Jörg Breitmaier, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Guten Hirten, stellvertretender Vorsitzender ist Dr. Wolfgang Schell, Assistent der Geschäftsführung für beide Krankenhäuser. Neben diesen beiden sind im Ethikkomitee viele verschiedene Berufsgruppen inklusive zwei Mitglieder der Krankenhausseelsorge aus beiden Häusern vertreten. Das Komitee ist hierarchieübergreifend besetzt, was dazu beitragen soll,  dass anstehende Fragen aus verschiedenen Blickwinkeln betrachtet werden können. Dies soll insbesondere das Team, das direkt und aktuell mit einem Fall befasst ist, entlasten und unterstützen. "Fragen von ethischer Relevanz stellen sich in einem Krankenhaus immer", weiß Dr. Jörg Breitmaier. Sie treten nicht nur an der Grenze des Lebens auf, wenn es etwa darum geht, ob lebenserhaltende Maßnahmen ergriffen werden, sondern in vielen Situationen. Er nennt als ein Beispiel den Konflikt zwischen dem Willen eines Patienten, etwa auf eine Entlassung aus der Klinik, und der Fürsorgepflicht eines Arztes, der die Entlassung nicht befürworten kann. Weitere Beispiele sind die Beratung von Angehörigen, wenn es darum geht, den mutmaßlichen Willen eines Patienten zu ermitteln, der sich selbst nicht äußern kann, oder die Frage von "Verteilungsgerechtigkeit", etwa bei der Entscheidung nach Dringlichkeit einer Behandlung oder einer aufwändigen Therapie. Der Gründung des Ethikkomitees sind zwei gemeinsame Ethiktage der Krankenhäuser vorausgegangen. Referentin war dabei Dr. Beate Herrmann. Die promovierte Philosophin ist Ethikberaterin am Universitätsklinikum Heidelberg und begleitet das neu gegründete Gremium zu Beginn. Ziel einer klinischen Ethikberatung ist ihrer Ansicht, dass ethische Problemlagen kompetent und lösungsorientiert bearbeitet werden können. Sie sieht Ethikberatung als eine wissenschaftliche Disziplin an, in der bestimmte Werte betrachtet und gegenüber gestellt werden und das Ergebnis mehr ist als "ein bestimmtes Bauchgefühl". Vorerst will sich das Komitee viermal jährlich treffen. Am Anfang der Arbeit wird stehen, Themen zu sammeln, oder für immer wiederkehrende Fragen Richtlinien zu entwickeln. Außerdem will das Komitee Fallbesprechungen vorbereiten, die es im Klinikalltag schon immer gab und auch weiterhin geben wird. Aber künftig können für solche Fallbesprechungen auch Moderatoren zur Seite gestellt werden, wenn das gewünscht ist. Auch die Fortbildung in ethischen Fragen wird eine Aufgabe des Ethikkomitees sein.

 

„Wichtiger Baustein in der medizinischen Versorgung“

Krankenhaus Zum Guten Hirten informiert beim Tag der Altersmedizin über Bewegung und Vitalität im Alter am 19.11.2011 in der VHS Ludwigshafen

Ludwigshafen (brid) „Die Art und Weise wie wir leben, hat einen großen Einfluss darauf, wie lange wir gesund bleiben“. Mit dieser Feststellung eröffnete Dr. Jörg Breitmeier, Ärztlicher Direktor im Krankenhaus Zum Guten Hirten, den neunten Ludwigshafener Tag der Altersmedizin. Er stellte in diesem Jahr das Thema „Bewegung und Vitalität im Alter“ in den Vordergrund. Achtsamkeit auf den eigenen Körper und auf seine Bedürfnisse könne man lernen, so der Mediziner weiter. Zunehmend sei es auch Aufgabe von Krankenhäusern, die Menschen mit Vorträgen, Workshops und praktischen Hilfestellungen darin zu unterstützen.
Auf den Tag der Altersmedizin und auf ein Krankenhaus, das eine hohe Kompetenz in der Geriatrie hat, könne Ludwigshafen stolz sein, betonte Bürgermeister van Vliet in seiner Eröffnungsansprache. Die Veranstaltung wertete er als „wichtigen Baustein in der medizinischen Versorgung“ in der Stadt. Zahlreiche Sportvereine beteiligten sich ebenfalls daran und so nutzte der Bürgermeister die Gelegenheit zur Werbung. Denn inzwischen bieten fast alle Sportvereine der Stadt Senioren- oder Gesundheitssport an.
Die neue Chefärztin der Klinik für Geriatrie und Innere Medizin am Krankenhaus Zum Guten Hirten, Dr. Irene Lorenzini, erinnerte daran, dass angesichts steigender Lebenserwartung die Menschen dazu ermuntert werden müssen, frühzeitig anzufangen, ihre Vitalität zu bewahren oder zu steigern – „und Bewegung ist dabei ein wichtiger Baustein.“ Bewegung führe nicht nur zu mehr körperlicher, sondern auch zu mehr geistiger Fitness, erinnerte sie.
In zahlreichen Workshops und Vorträgen konnten sich die Besucher darüber informieren, wie sich Bewegung positiv auswirkt und welche Möglichkeiten der Bewegung es auch für ältere Menschen gibt. Verschiedene Kliniken des Krankenhauses hatten sich viel Mühe gegeben, das Angebot nicht nur vielseitig, sondern auch ansprechend zu gestalten. So gab es Fahrräder, um die eigene Fitness zu testen und auszuprobieren, ob das Training darauf angenehm ist. Die Wirkung von basaler Stimulation wurde Interessierten deutlich bewiesen, die anschließend alle verblüffende Ergebnisse spürten. Ergotherapeuten hatten kleine „Experimentierstationen“ aufgebaut, an denen Themen wie Ankleiden, kreatives Gestalten und Ähnliches vorgestellt wurden. Wo noch Fragen blieben, standen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krankenhauses zum persönlichen Gespräch bereit.
Die Küche des Hauses sorgte für ein reichhaltiges Büffet und zahlreiche Kooperationspartner – von Selbsthilfegruppen bis hin zu Sportvereinen und Krankenkassen – rundeten das Informationsangebot ab. Bereits während der offiziellen Eröffnung demonstrierte Gertrud Weber, wie viel Spaß Sitzgymnastik machen kann und wie man mit ein paar einfachen Übungen und mit guter Laune schon am Morgen fit für den Tag werden kann.

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